Dispersionsfarbe aus der Kleidung entfernen

Da zieht man sich schon zum Streichen oder Malen Schutzkleidung oder Schürzen an und dann geht doch etwas
daneben. Schon ist die Farbe auf der Hose oder dem Oberteil und man ärgert sich, nichts Altes für die Arbeit angezogen zu haben. Doch was kann man tun, wenn man Dispersionsfarbe auf die Kleidung bekommt? Nicht
immer muss dafür die Reinigung oder die chemische Keule her - es geht auch anders!

Schnell Handeln bei Flecken ist angesagt

Um Flecken von Dispersions- oder Acrylfarbe aus der Kleidung zu bekommen, muss man vor allem eins: Schnell
handeln. Denn sind die Farbtupfer erst mal getrocknet, ist es so gut wie unmöglich, noch etwas zu retten. Daher
sollte man mit Dispersionsfarbe beschmutzte Kleidung nicht zu den anderen schmutzigen Klamotten in die
Wäschetruhe geben, sondern direkt im Waschbecken behandeln. Dann sollte man gleich folgendes Hausmittel
anwenden, um die Flecken möglichst schnell entfernen zu können: Etwas Zucker mit Wasser verrühren, bis eine
breiartige Masse entsteht. Diese Masse wird direkt auf den Farbfleck aufgetragen. Dann sollte der Stoff vorsichtig aneinander gerieben werden, um die Farbe herauszureiben. In den meisten Fällen hilft dies problemlos und sorgt für saubere Kleidung ohne Rückstände.

Bloß nicht färben bei Farbflecken

Es mag zwar verlockend klingen, den Farbfleck einfach mit einer Farbe im Ton des Kleidungssstücks zu
überfärben, aber dies wird in den seltensten Fällen ein akzeptables Ergebnis bringen: Denn mit
Dispersionsfarbe beschmutzte Kleidung kann man so gut wie nicht überfärben. Sobald Farbreste im Stoff
bleiben, ist Färben nicht möglich, denn Färbefarben für Stoffe von Kleidung werden von einer Malerfarbe nie
abgedeckt, da diese unter anderem auch viel intensiver und von der Mixtur her dicker ist. Der Grund dafür ist
die verschiedene Zusammensetzung. Wandfarbe, die von Malern verwendet wird, besteht zum größten Teil aus
feinen Feststoffen. Stofffarbe dagegen setzt sich aus flüssigen Chemiestoffen ohne jegliche Feststoffe zur
Umfäbung zusammen. Daher sollte man dies gleich von vorneherein als Reinungsmöglichkeit ausschließen.


Notfallplan - Wenn gar nichts hilft bei Dispersionsflecken

Sollte der Trick mit der Zuckerlösung nicht so ganz funktioniert haben, gibt es noch die Möglichkeit des
Ausbürstens. Dazu nimmt man zunächst normale Seife für die Hände und kaltes Leitungswasser. Dies ist
allgemein ungefährlich und kann nichts verschlimmern. Die Seife reibt man etwas auf die fleckige Stelle auf
dem Kleidungsstück ein und bürstet dann mit einer Fingernagelbürste oder einer Schuhbürste mit Borsen
darüber. Wichtig ist, dass man nicht zu stark reibt und immer nur in eine Richtung, so verhindert man, dass
man die Farbstückchen nur noch tiefer in den Stoff einarbeitet. Und wenn auch dies nicht hilft, das Kleidungsstück wieder sauber zu kriegen hilft wohl doch nur noch der Gang in die professionelle Reinigung oder schlicht und einfach die Mülltonne bzw. Altkleidersammlung.

Bügeln bei Dispersionsfarbflecken verboten

Aufpassen sollte man auch mit Bügeln: So lange sich Farbreste im betreffenden Kleidungsstück befinden, darf kein Bügeleisen ran. Erst muss das Kleidungsstück völlig sauber sein, um wieder glatt gebügelt werden zu
dürfen. Wenn die Farbe quasi auch noch "festgebrannt" wird, kann nichts mehr das gute Stück retten.

Schlagworte: Dispersionsfarbe, Dispersionsfarbflecken, Farbe, Farbflecken, Flecken, Flecken aus Dispersionsfarbe, Kleidung

Thema: Fleckentfernung

Noch keine Bewertungen vorhanden

Weiterempfehlen: Dispersionsfarbe aus der Kleidung entfernen