Entwickelt wurde die Microfaser in den 60er Jahren in Japan, seit den 90er Jahren wird sie zunehmend in Reinigungstextilien eingesetzt und befindet sich auf einem weltweiten Siegeszug: Die Microfaser.
Microfaser ist ein Sammelbegriff für Fasern, die feiner als 1 dtex sind. Die meisten Microfasern liegen bei 0,5 bis 0,7 dtex – das ist etwa ein Hundertstel des Durchmessers eines menschlichen Haares. Dies bewirkt, dass viele einzelne Fasern benötigt werden um einen Faden zu bilden. Die erforderliche enge Webung vergrößert die Oberfläche, das Gewebe wird extrem reißfest und fusselfrei. Durch die große Anzahl entstehender Luftkammern und Poren wird zudem eine große Saugwirkung erzielt (Kapillareffekt).
Microfasern können aus verschiedenen Werkstoffen gefertigt werden, wie zum Beispiel Nylon, Acryl, Poliester oder Zellulose – um nur einige zu nennen. Entsprechend vielfältig sind auch ihre Einsatzmöglichkeiten. Am Bekanntesten sind Microfasern für den Reinigungsbereich – zu finden als Reinigungstücher, Bodenwischer und -möppe, Brillentücher, Möbelstoffe oder auch als Badtextilien. Doch auch als Bett- oder Tischwäsche, Tierpflegeprodukte, KFZ-Textilien, Handschuhe oder Bekleidung finden sie Verwendung – hier können Seidenartige Stoffe ebenso hergestellt werden wie Lederimitate, Funktionswäsche oder sehr strapazierfähige Polsterstoffe.
Der deutlichste Vorteil der Microfasererzeugnisse liegt darin, dass man kaum zusätzliche Reinigungsmittel benötigt und Microfasertücher selbst im trockenen Zustand Staub und Schmutz beinahe magnetisch anziehen. Dies kommt durch den oben bereits beschriebenen Kapillareffekt. Um die Reinigungswirkung der Microfaserprodukte optimal zu erhalten, sollte auf Weichspüler verzichtet werden, da sich dieser zwischen die Luftkammern setzt und damit der Kapillareffekt der Faser behindert wird. Bei Bekleidung entsteht durch die Benutzung von Weichspüler jedoch kein Nachteil.