Die braune Wegameise ist ein Materialschädling und kann in Deutschland überall dort vorkommen, wo Laubgehölze vorzufinden ist. Dabei werden die Nester bis zu vier Meter über dem Erdboden durch das Aushöhlen von morschem Holz angelegt. Dementsprechend kommt diese Ameisenart auch häufig in Häusern vor, wo sie intakte oder morsche Holzbalken aushöhlen kann. Besonders beliebt bei der braunen Wegameise sind auch Zwischendecken, sodass Sie Ihr Nest in Dämmstoffen, wie beispielsweise Styropor, anlegen kann. Da die Arbeiterinnen zudem nur in Spalten zu laufen, wird diese Ameisenart nur sehr spät wahrgenommen. Gleichzeitig zählt die braune Wegameise als Materialschädling.
Aus unterschiedlichen Gründen gestaltet sich die Bekämpfung der Ameisenkolonien, die sich im Haus eingenistet haben, sehr schwierig. So werden außerhalb des Nestes nur die Arbeiterinnen angetroffen. Die Bekämpfung von den Außendiensttieren ist jedoch kontraproduktiv, da der Verlust rasch ausgeglichen werden kann. Auf lange Sicht kann das Volk der braunen Wegameise jedoch nur zerstört werden, wenn die Königin beseitigt wird.
Um nun zunächst zu prüfen, wo die Tiere sich eingenistet haben, und die Lage des Nestes zu lokalisieren, können Klebefallen aufgestellt werden. Sobald nun der Ort des Nestes feststeht, können auch Insektizide zum Einsatz kommen. Eine weitere Bekämpfungsmaßnahme stellen auch Fressköder dar, die in der Nähe des Nestes oder auch entlang der Ameisenstraßen ausgelegt werden.
Wenn sich im Haus in der Tat Kolonien der braunen Wegameise gebildet haben, gilt zu berücksichtigen, dass die Lebensmittel gut verschlossen sind und für die Tiere somit keine zusätzliche Nahrungsquelle darstellen. Bei holzzerstörenden Ameisenarten wird ein Zuckergranulat eingesetzt, das in Wasser gelöst wird und in die Nester gegossen werden kann.